• Ludwig-Börne-Schule
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Die Jugendlichen müssen mindestens acht Schulbesuchsjahre absolviert haben, um an der PuSch-Maßnahme teilnehmen zu können. Ausgangspunkt für die pädagogische Arbeit sind die besonderen Probleme der Jugendlichen. Diese sind gekennzeichnet durch

  • -Lern- und Leistungsrückstände (vor allem in Englisch und Mathematik),
  • -Verhaltensdefizite (z.B. Unpünktlichkeit, hohe Fehlzeiten, fehlende Motivation, unzureichende Arbeitshaltung),
  • -wenig entwickelte Schlüsselqualifikationen (wie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Frustrationstoleranz und Verantwortungsbewusstsein) sowie
  • eine fehlende berufliche Orientierung.

PuSch setzt eine durchgängige Kooperation von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen mit den Praxislernorten in einem regionalen Bildungsnetzwerk voraus. Auf diese Weise soll eine kontinuierliche und systematische Verknüpfung des Lernens in Schule und Betrieb ermöglicht werden. Im Unterricht an den beruflichen Schulen und im Rahmen von betrieblichen Lerntagen können die Jugendlichen Erfahrungen in der Berufs- und Arbeitswelt sammeln und reflektieren. Sie lernen unterschiedliche Berufsfelder kennen und werden so frühzeitig auf die Anforderungen einer beruflichen Ausbildung vorbereitet. Die Arbeit in den beruflichen Schulen und in den Betrieben soll sie außerdem motivieren, gezielter und erfolgreicher auf den Abschluss und die Berufsausbildung hinzuarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler werden in den Kernfächern, in Fächerverbünden und im Wahlpflicht-Unterricht verstärkt handlungs- und projektorientiert unterrichtet. Der Stundenplan in den PuSch-Klassen wird mit Hilfe von Fächerverbünden entsprechend umgestaltet (z.B. die Fächer Physik, Biologie und Chemie wurden zum Lernbereich „Naturwissenschaften“ zusammengefasst).

2) Unterschiede zum Regelangebot des Landes Hessen

In Schulen mit dem Bildungsgang Hauptschule oder in integrierten Gesamtschulen umfassen die Lerngruppen bis zu 27 Schülerinnen und Schüler. In eine PuSch-Klasse hingegen werden in der Regel 13-18 Jugendliche aufgenommen. Im Gegensatz zum regulären Unterricht im Hauptschulbildungsgang wird der Unterricht in PuSch-Klassen auf der Grundlage einer eigens entwickelten Stundentafel und nach eigenen curricularen Vorgaben durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden von sozialpädagogischen Fachkräften individuell unterstützt.

3) Ziele

Ein wesentlicher Aspekt der PuSch-Maßnahme ist die Stärkung des Selbstwertgefühls der Jugendlichen. Schülerinnen und Schüler, die sich über einen längeren Zeitraum am unteren Ende der schulischen Leistungsskala bewegen, bauen mit der Zeit Lernhemmnisse auf, die oftmals eher auf psychische als auf kognitive Barrieren zurückzuführen sind. Die PuSch-Lehrer sind daher einem stärkenorientierten Förderansatz verpflichtet. Bereits zu Beginn der Aufnahmegespräche achten sie sehr darauf, dass die Fähigkeiten und Potenziale der Jugendlichen besonders stark gewürdigt werden, während die Schwächen deutlich in den Hintergrund treten. Die Motivation ist letztendlich der Hebel, über den die Jugendlichen bis zum Hauptschulabschluss gebracht werden sollen und können.

Weitere Ziele sind:

  • -Schul- und Ausbildungsabbrüche reduzieren
  • -unnötige Warteschleifen bei der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit vermeiden
  • -Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit erhöhen durch stärkere Berufsorientierung und Praxiserfahrung
  • fachliche, methodische, persönliche und soziale Schlüsselkompetenzen vermitteln
  • -die zwei wöchentlichen Praxistage führen zu Anerkennung, Motivation, Stabilisierung und Orientierung der Schülerinnen und Schüler
  • -Schule wird wieder attraktiv
    
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